Mit Beginn des Ukraine Kriegs:
Verstärkt Phishing Mails und Fake-Anrufe.
Sind Sie bitte besonders vorsichtig!
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bewertet die Lage nach Beginn des Ukraine-Krieges besonders kritisch. Das BSI erkennt zur Zeit eine erhöhte Bedohungslage für Deutschland. Alle internationalen Informationen des BSIs laufen im Bonner Nationalen Cyber Abwehrzentrum zusammen. Das BSI hat das Nationale Krisen Reaktionszentrum aktiviert.
Bitte seien Sie zurzeit besonders vorsichtig !
Bitte klicken Sie nicht auf Ihnen zugesandte Links, öffnen Sie keine Dateianhänge, wenn Sie nicht zu 100% sicher sind, diese von einer sicheren Quelle zugesandt bekommen zu haben. Achten sie besonders z.B. bei übersandten Bewerbungen oder Rechnungen, dass diese nicht im Word- oder EXCEL-Format geschickt wurden. Fragen Sie in solchen Fällen bitte erst telefonisch beim Absender nach, ob er wirklich eine solche Datei an Sie verschickt hat.
- Cyberkriminelle nutzen oft psychologische Tricks. Das typische für Phishing-Mails ist, dass Stress, Verunsicherung, Neugier oder Druck erzeugt wird, um das Öffnen von Anhängen oder das Klicken auf einen Link zu erzwingen.
- Auch Drohungen sind ein gerne genutztes Mittel.
- Seien Sie besonders aufmerksam bei E-Mails die Wörter, wie dringend, sofort, unverzüglich, notwendig, Sperrung (von Konten o.ä.), Mahnung, kurze Fristen, Verifizierungen usw. nutzen!
Neben solch ominöser Mails kursieren zurzeit auch verstärkt Telefonanrufe, in denen sich ein vermeintlicher Microsoft- oder Google-Mitarbeiter meldet und Sie dazu nötigen möchte, ihn auf Ihr System zu lassen, um technische Überprüfungen durchzuführen. Hier handelt es sich hier immer um Betrugsfälle. Weder Microsoft noch Google würden Sie mit einem solchen Ansinnen anrufen. Die haben etwas anders zu tun.
Das BSI warnt auch vor dem Einsatz der Virensoftware Kaspersky.
Setzen Sie bitte andere Anti-Virensoftware ein. Das BSI begründet diese Maßnahme mit Zuverlässigkeits-Zweifel an diesen Softwarehersteller. Das Vorgehen militärischer und/oder nachrichtendienstlicher Kräfte in Russland sowie die im Zuge des aktuellen kriegerischen Konflikts von russischer Seite ausgesprochenen Drohungen gegen die EU. die NATO und die Bundesrepublik Deutschland sind mit einem erheblichen Risiko eines erfolgreichen IT-Angriffs verbunden. Ein russischer IT-Hersteller kann selbst offensive Operationen durchführen, gegen seinen Willen gezwungen werden, Zielsysteme anzugreifen, oder selbst als Opfer einer Cyber-Operation ohne seine Kenntnis ausspioniert oder als Werkzeug für Angriffe gegen seine eigenen Kunden missbraucht werden.

Ab Ende 2022 müssen alle Steuerberater „beSt-READY“ sein
Zum 01.01.2023 tritt das „Gesetz zur Verbesserung des OnlineZugangs zu Verwaltungsleistungen“ (OZG) in Kraft. Die Rechtsanwälte sind schon vor Jahren mit dem besonderen elektronischen Anwaltspostfach beA auf dem Markt, auch die Notare und andere Freiberufler haben Ihre Lösungen …. und zum 01.01.2023 wird auch das neue besondere elektronische Steuerberaterpostfach (beSt), die neue elektronische Steuerberaterplattform für jeden Steuerberater verbindlich.
Die Bundeskammerversammlung der Steuerberater beschloss im September 2020 eine Steuerberaterplattform einzurichten und – als ersten Anwendungsfall der Plattform – ein besonderes elektronisches Steuerberaterpostfach (beSt) zum 01.01.2023 zur Verfügung zu stellen.
Mit der Errichtung des beSt als ersten use-case der Steuerberaterplattform schafft die BStBK (die hierzu die DATEV mit der technischen Erstellung und Entwicklung beauftragt hatte) die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für eine eindeutige, anerkannte und damit vertrauenswürdige digitale Adresse für alle Steuerberater*innen und Kanzleien, für Nachrichten, die den versendenden Steuerberater eindeutig als Steuerberater ausweist und ihn rechtssicher erreichbar macht. Die Verwaltung der Adressen, der Infrastruktur und der Sicherheit liegt in der Hoheit des Berufsstandes und ist somit unabhängig von anderen Interessen und Einflüssen. Mit der Realisierung des beSt schafft die Bundessteuerberaterkammer nicht nur ein Postfach, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Plattform als Vermittler zwischen verschiedenen Nutzern dienen kann. Sie sichert ein hohes Vertrauensniveau der vorgelegten digitalen Identität.
Wozu dient die Steuerberaterplattform?
Die Digitalisierung schreitet voran. Das betrifft auch den elektronischen Rechtsverkehr (Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach = EGVP) und die Verwaltungsprozesse im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Damit Steuerberaterinnen und Steuerberater ihre Mandantschaft hier weiter umfassend beraten und betreuen können, benötigt der Berufsstand eine digitale Infrastruktur. Anders lässt sich die besondere Stellung als Organ der Steuerrechtspflege nicht rechtssicher, für alle Partner erkennbar und nachvollziehbar nachweisen. Erreicht wird das durch die Verknüpfung der persönlichen, digitalen Identität mit dem Berufsträgerattribut aus dem Berufsregister. Diese Identität ist gleichzeitig Basis für das beSt als auch für das Agieren im digitalen Umfeld, z. B. durch Nutzung von OZG-Diensten.

