Über uns

SPECTRUM-Kurzgeschichte

Erfolgreiche 35 Jahre SPECTRUM

Vom PC-Store zum führenden
KANZLEI-Systempartner

1988 starteten Dagmar und Ulrich Giesen mit der SPECTRUM COMUTER-SYSTEMHAUS GMBH  in Wuppertal als PC-Store und vermarkteten PCs, Unix-Mehrplatzanlagen und Computer-Netzwerke. Erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Die Stadtverwaltung Wuppertal, Schulen, WP- und RA-Kanzleien sowie viele industrielle Betriebe wurden schnell als Kunden gewonnen.

  • Ulrich Giesen war bereits 1970 als junger Diplom-Ingenieur im Computer-Markt gestartet und konnte dort schnell in Vertrieb, Marketing und Projektmanagement Erfolge verzeichnen. Er hatte das Glück, noch Prof. Konrad Zuse (den Erfinder des heutigen Digitalrechners), Heinz Nixdorf und später Bill Gates persönlich kennen zu lernen. Bereits mit 28 Jahren wurde er Geschäftsführer eines US-amerikanischen Computerherstellers in München und durftedann als Mitglied der Geschäftsführung in den Computersparten des damaligen AEG-Konzerns (ATM-Computer/Konstanz) und beim schwedischen Ericsson-Konzern/Düsseldorf die viel gerühmte "Konzernluft" schnuppern. Er beschloss dann Mitte der 80er, sich mit einem eigenen Computer-Systemhaus in Wuppertal selbständig zu machen - er wollte endlich einmal sesshaft werden.
  • Dipl. Kauffrau Dagmar Giesen wurde einst über die Vermittlung eines Headhunters Mitarbeiterin von Ulrich Giesen bei Ericsson. Sie war Spezialistin für Hightec-Textverarbeitungs- und Warenwirtschafts-Systeme und sie war Mitte der 80er schon SQL-Datenbank-Expertin.
    Dagmar und Ulrich Giesen haben zusammen zwei Kinder.

Schon bald gab es dann bei SPECTRUM auch den ersten Kontakt zur Steuerberater-Welt: Ein Steuerberater kaufte 1988 einen Laser-Drucker unter der Prämisse, dass dieser auch mit seinen DATEV-Anwendungen zusammenarbeiten müsste. Hierin sah man bei SPECTRUM  zunächst keine Probleme, denn man dachte: "was sollte an DATEV-Programmen schon Besonderes sein?" Dann war damals die erste Nachtschicht fällig, bis endlich die DATEV-Programme mit dem Laser-Drucker zusammenarbeiten wollten. Danach lief aber ein Lauffeuer unter den Steuerberatern des Bergischen Landes mit der Nachricht: „Da gibt es in Wuppertal eine Firma SPECTRUM, die schafft es, Laser-Drucker an DATEV-Systemen zum Laufen zu bringen, was die DATEV selbst noch nicht kann“.

SPECTRUM  wurde von Steuerberater zu Steuerberater weiterempfohlen und vernetzte als einer der ersten IT-Anbieter die DATEV-PCs in den Kanzleien, so dass endlich in den Kanzleien ein effektives Arbeiten mit der IT ermöglicht wurde. Das damals noch übliche Hin- und Her-Kopieren von Disketten, um Daten von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz zu übertragen, entfiel endlich. 

SPECTRUM  entwickelte sich so zum Spezialisten für DATEV-Anwendungen, was dann wohl auch der Grund dafür war, dass die DATEV SPECTRUM  bereits 1991 zu einem der ersten offiziellen DATEV-Systempartner ernannte.

Ende des letzten Jahrtausends (kurz vor dem damals überall prognostizierten Jahrtausend-Problem) wurde SPECTRUM sogar von der DATEV besonders ausgezeichnet: weil SPECTRUM bundesweit die meisten Kanzleien von der DOS- auf die neue DATEV-Windows-Software umgerüstet hatte. Man konnte somit zu dem Zeitpunkt unterstellen, dass SPECTRUM als Systempartner wohl die größte DATEV-Kunden-Basis in Deutschland betreute.

SPECTRUM  war immer besonders innovativ und die Kundenbasis wuchs stetig - aber leider auch die Konflikte mit der DATEV. Hier ein paar Beispiele:

  • Schon 1989 kam es zum ersten kleinen Disput mit der DATEV: Die DATEV hatte damals eine sog. "DATEV-DFÜ-Box" herausgebracht in die man ein 600/1.200 Bit/Sek Modem stecken konnte, um so die in der Kanzlei mit Desy, Lodas, Opos-VB usw. erfassten Daten nach Nürnberg schicken bzw. abrufen zu können. Eine solche DFÜ-Box-Kombination mit Modem kostete damals fast 3.000,00 DM, war also genau so teuer wie damals ein Arbeitsplatz-PC. Um die Effizienz zu verbessern, entwickelte SPECTRUM damals mit einer süddeutschen Elektronik-Firma einen Spezial-Multiplexer, um nun bis zu 8 PCs an eine solche DATEV-DFÜ-Box anzuschließen. DATEV-Leute erschienen dann bei SPECTRUM und beschwerten sich, dass man der DATEV damit ja den Verkauf von weiteren DFÜ-Boxen erschweren würde, was ja eine Geschäftsschädigung sei. Die DATEV-Leute nahmen aber die Information mit, wo man diese Spezial-Multiplexer beziehen konnte, und man gab diese Kontaktdaten einfach an alle anderen Systempartner weiter.
  • SPECTRUM  war der erste Anbieter, der zu Beginn der 90er DATEV-PCs in  Kanzleien via Novell vernetzte, Novell war damals der weltweite marktführende Standard zur Vernetzung von PCs. Interessant: als die DATEV davon erfuhr, reiste eine Abordnung aus Nürnberg an und hinterfragte, wie SPECTRUM  das denn technisch gelöst habe. Die DATEV setzte damals noch auf den LANmanager auf Basis von OS/2 und es dauerte damals noch über ein weiteres Jahr, bis die DATEV auch endlich die Vernetzung via Novell freigab.
  • SPECTRUM  entwickelte 1995 Tools, damit die (DOS-basierten) DATEV-Programme im Multitasking-Betrieb unter dem damals neuen Windows'95 Betriebssystem liefen. Die DATEV - die immer noch das Betriebssystem OS/2 forcierte und Windows strikt ablehnte - schickte wieder Softwareexperten zu SPECTRUM, um sich erklären zu lassen, wie SPECTRUM die Lauffähigkeit von DATEV-Programmen unter dem damals neuen Windows'95 sicherstellen konnte. SPECTRUM  hatte damals sogar den Mut, den Kunden eine Lauffähigkeits-Garantie mitzugeben, dass die DATEV-Programme unter Windows'95 funktionieren. Die DATEV sah dies damals nicht gerne, SPECTRUM  wurde ermahnt, denn die DATEV sah hierin eine Unterminierung ihrer damaligen OS/2-Strategie.
  • SPECTRUM  entwickelte 1998 eine Technik, um DATEV-Anwendungen auf Windows-Terminal-Servern mit Citrix lauffähig zu machen. Die DATEV widersprach aber dieser Technik und teilte den Anwendern strikt mit, dass die DATEV dann keine Lauffähigkeit ihrer Anwendungen garantieren könnte und machte den Kunden sogar richtig Angst. Dies hatte zufolge, dass damals viele Kanzleien für den Wechsel auf die neuen DATEV-Windows-Programme riesige Investitionen für die Anschaffung von neuen, leistungsfähigen Arbeitsplatz-PCs ausgeben mussten. Erst 2001 gab es dann den Sinneswandel und die DATEV unterstützt seither auch die Windows-Terminal-Server-Technik (WTS).
  • SPECTRUM  entwickelte damals als erster IT-Anbieter eine Outsourcing-Dienstleistung, um die ständigen DATEV-Programm-Updates (ursprünglich per Diskette, dann per CD) bei den Steuerberatern einzuspielen - d.h. SPECTRUM übernahm das Programm-Release-Management bei den Kunden, außerhalb der normalen Dienstzeit zum Festpreis. Die DATEV erfuhr davon und bat SPECTRUM  darum doch Kopie dieser SPECTRUM-Outsourcing-Verträge nach Nürnberg zu schicken. Oh Wunder: 1999 brachte die DATEV dann den neuen "Systempartner-PLUS" auf den Markt und verlangte von diesen, dass man den Steuerberatern eine Outsourcing-Dienstleistung für die DATEV-Programm-Updates anbieten müsste. Als Spezifikation hatte die DATEV einfach die Spezifikation aus dem SPECTRUM-Vertrag kopiert - 1:1 mit allen Kommafehlern - es sicherlich verständlich, dass SPECTRUM  dies nicht lustig fand!
  • 1999 führte SPECTRUM  dann  vor allem für Kanzleien eine Technik für „abgesicherte Internet-Zugänge“ in Netzwerken ein. Dies hatte SPECTRUM zusammen mit Systempartner-Kollegen der Z.E.U.S.-Gruppe entwickelt. Erstaunlich: Die DATEV kopierte diese Technik einfach, nannte dies DATEVnet und forderte dann sogar von SPECTRUM  ausschließlich nur noch die Vermarktung von DATEVnet. SPECTRUM  lehnte ab und geriet erneut in „Ungnade“.
  • Z.B. im Jahre 2001 traten die „Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen“ (GDPdU) der Finanzverwaltung in Kraft. Im Jahre 2002 entschied sich dann die deutsche Finanzverwaltung für eine Software zur Analyse großer Datenmengen: für IDEA. Da immer häufiger Steuerberater aufgefordert wurden, die Buchhaltungs- und Bilanzdaten den Finanzbehörden zur Verfügung zu stellen, entwickelte SPECTRUM ein kleines Programm "Audit-Manager" (zum kostenlosen Download), mit dem Daten aus dem DATEV-Programm Kanzlei-Rechnungswesen nach IDEA exportiert werden konnten (zur Info: die GDPdU-Schnittstelle der DATEV gab es damals noch nicht; die DATEV wollte die Zurverfügungstellung von GDPdU-Daten nur über die kostenpflichtige Archiv-CD lösen, damit auch möglichst alle Berater weiterhin alle Daten kostenpflichtig ins Nürnberger Rechenzentrum schicken mussten). SPECTRUM bekam dann Post von Nürnberger Anwälten, die die Interessen der DATEV vertraten, die SPECTRUM einschüchtern wollten und die Einstellung des "Audit-Managers" verlangten.
  • 2011 gab es wieder Streit mit der DATEV. Die DATEV behauptete in Hochglanz-Prospekten, dass im Prinzip nur die DATEV ASP-Lösungen an Steuerberater anbieten dürfte. Man berief sich hier auf eine spezielle, DATEV-eigene Interpretation des § 203 des Strafgesetzbuch (Offenbarungsverbot). SPECTRUM-ASP-Kunden wurden irritiert und verunsichert. Die DATEV berief sich hier auf einen Satz in einem erweiterten Anhang eines veröffentlichten Papiers der Bundessteuerberaterkammer. Nach längeren Interventionen hat dann aber die Bundessteuerberaterkammer am 20.7.2011 an SPECTRUM  schriftlich bestätigt, dass "Die Bundessteuerberaterkammer nunmehr – im Gegensatz zu den bisherigen und nun zu ändernden ‚Hinweisen zum Datenschutz und zur Datensicherheit in der Steuerberaterpraxis‘ bestätigen kann", dass es rechtlich keinen Unterschied zu ASP-Angeboten der DATEV oder von anderen Anbietern (wie SPECTRUM) gibt. Die DATEV hat danach ihre diesbzgl. Hochglanzprospekte eingestampft und dies nicht mehr behauptet.

Auf mehrfachen Kundenwunsch startete SPECTRUM  2006 dann mit einem eigenen Hochsicherheits-Rechenzentrum in Düsseldorf für ASP-Lösungen und Multi-Cloud-Dienstleistungen. Die DATEV meinte aber, sie hätte eine Art RZ-Monopol im Steuerberater-Markt. Also auch dies mit dem SPECTRUM-RZ gefiel der DATEV nicht und sie wünschte die sofortige Einstellung, so dass SPECTRUM  endlich die Zeit gekommen sah, mutig die Systempartner-Verträge mit der DATEV zu beenden. Dies war dann interessanterweise ein echter „Erfolgs-Booster“ für die weitere SPECTRUM-Firmengeschichte und SPECTRUM  expandierte weiter.

Interessant: Heute funktioniert die Zusammenarbeit mit der DATEV zur Betreuung der gemeinsamen Kunden hervorragend und SPECTRUM  wurde mittlerweile der größte DATEV-unabhängige  KANZLEI-Systempartner in Deutschland.

Den Firmensitz verlegte SPECTRUM zwischenzeitlich von Wuppertal zunächst nach Hilden und dann nach Erkrath. Ursprünglich betreute SPECTRUM  Kunden primär noch im Raum Wuppertal-Düsseldorf-Köln – aber seit der Cloud-Technologie hat SPECTRUM Kunden im gesamten Bundesgebiet.

SPECTRUM  vollzog dann schon 2019 erfolgreich den Generationswechsel: Die SPECTRUM-Gründer Dagmar und Ulrich Giesen gaben die Geschäftsleitung an Mona Henning (geb. Giesen) und Markus Rogge ab, die seither das Unternehmen erfolgreich in der zweiten Generation leiten.

  • Als Tochter von Dagmar und Ulrich Giesen hat Mona Henning (geb. Giesen) die SPECTRUM-DNA bereits in sich und stellt ihre kaufmännische Exzellenz seit 2012 nach Ihrem Abschluss zur Diplom-Kauffrau an der Universität zu Köln für die erfolgreiche Zukunft des Familienunternehmens zur Verfügung. Vor und während ihres Studiums hatte sie längere Praktika u.a. bei Steuerberatern, in mittelständischen Industriebetrieben (mit SAP-Anwendungen) und ein längeres Auslandspraktikum in Toronto/Kanada absolviert. Nach ihrem Studium hatte sie dann zunächst die Buchhaltungsabteilung bei SPECTRUM übernommen. Mona Henning ist als Geschäftsführerin für die Bereiche Vertrieb, BackOffice/Finanzen und Vertragsmanagement bei SPECTRUM zuständig.
    Mona Henning ist verheiratet und hat zwei Kinder.

  • Mit über 30 Jahren Firmenzugehörigkeit hat Markus Rogge die technischen Entwicklungen im Hause SPECTRUM in den letzten Jahren maßgeblich beeinflusst: Im Besonderen das hochverfügbare Rechenzentrum wurde von ihm geplant und aufgebaut. Hinter ihm steht ein Team von erfahrenen Technikern, Supportern, Consultant^s und DATEV-Spezialisten, die alltäglich die IT-Probleme der Kunden lösen. Markus Rogge hat bei SPECTRUM zunächst eine Handwerks-Lehre zum Büro-Informations-Elektroniker absolviert, hat dann die Meisterschule erfolgreich abgeschlossen, wurde dann Kundendienstleiter bei SPECTRUM und hat dann noch BWL studiert, er ist Betriebswirt VWA. Markus Rogge ist als Geschäftsführer für die Bereiche technischer Kundendienst, Support, Consulting und Rechenzentrum bei SPECTRUM verantwortlich.
    Markus Rogge ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

SPECTRUM  ist ein unabhängiges mittelständisches Familienunternehmen und legt von Anfang an besonderen Wert auf gleiche Augenhöhe mit seinen mittelständischen Kunden.

SPECTRUM  ist sehr stolz auf den gelungenen Generationswechsel, denn der ist leider bei vielen der auf Kanzlei-IT spezialisierten anderen Systempartnern nicht so häufig: Viele der langjährigen Wettbewerber von SPECTRUM  wurden zwischenzeitlich von „Beteiligungsgesellschaften“, „Investment-Holdings“ oder „Private-Equitys“ usw. übernommen (Franz Müntefering würde wohl „Heuschrecken“ sagen). Wie man hört, werden diese übernommenen Firmen jetzt „gestreamlined“ und etwas „aufgehübscht“, um sie wohl bei nächster Gelegenheit mit Gewinn weiterzuverkaufen. Leider soll dabei aber oft die Kundenzufriedenheit etwas ins Hintertreffen geraten . . . . Dies kann bei SPECTRUM  nicht passieren, es ist und bleibt ein mittelständischer Familienbetrieb.